„Auf zu neuen Ufern!“ – Mit diesem Anspruch haben wir Anfang dieses Jahres als XQI Interim Partner GmbH den Markt betreten. Was folgte, war kein Neustart auf der grünen Wiese, sondern ein hochkomplexer Carve-out – mit vollem operativem, strategischem und emotionalem Gewicht.
Einen Carve-out zu konzipieren, ist eine intellektuelle Übung. Ihn in der Realität zu führen, ist eine andere Disziplin. Wer Transformationsprozesse dieser Komplexität durchlaufen hat, weiß: Der entscheidende Unterschied liegt nicht im Plan, sondern in der Umsetzungsstärke – und in der Qualität der Menschen, die ihn tragen. Dass wir diesen Kraftakt in kurzer Zeit erfolgreich abgeschlossen haben, ist dem Zusammenhalt und der Überzeugung unseres Teams zu verdanken.
Diese Erfahrung verändert die eigene Beratungsperspektive nachhaltig. XQI Interim Partner berät heute nicht nur auf Basis methodischer Expertise, sondern aus gelebter Praxis: mit einem präzisen Verständnis für die operative Belastung solcher Phasen, für die kritischen Momente in Übergangsprozessen – und für das, was Führung in Zeiten struktureller Unsicherheit wirklich bedeutet.
Experten-Panel in München: Führung unter Hochspannung
Diese Praxisperspektive bildete auch den Hintergrund für den Austausch beim Event DDIM.regional im Haus der Bayerischen Wirtschaft in München. Unter dem Leitthema „Carve-out unter Hochspannung – Wie große Transformationsprojekte durch Führung, Vertrauen und Zusammenarbeit gelingen“ war unser Managing Partner Georg Larch Teil des Experten-Panels.
Drei Fragen standen im Zentrum der Diskussion:
- Warum scheitern Transformationen trotz exzellenter Konzepte? Weil methodische Exzellenz keine organisationale Veränderung bewirkt. Ein Konzept entfaltet Wirkung erst dann, wenn es von Führungskräften und Teams vor Ort konsequent getragen und gelebt wird.
- Wann ist Pragmatismus die bessere Strategie? In Carve-out-Situationen fast immer dann, wenn Geschwindigkeit und Handlungsfähigkeit über den Projekterfolg entscheiden. Die pragmatische, zügig umgesetzte Lösung schlägt die hypothetische 100-Prozent-Lösung, die zu spät kommt.
- Wie wird Führung in Phasen fundamentaler Ungewissheit wirksam? Durch radikale Transparenz, klare Prioritätensetzung und die Bereitschaft, Entscheidungen auch ohne vollständige Informationsbasis zu treffen. In turbulenten Phasen müssen Führungskräfte als stabiler Orientierungspunkt fungieren.
Der eigentliche Erfolgsfaktor: Vertrauen und Umsetzungskraft
Georgs zentrales Argument aus der Praxis: Die sogenannten „harten Faktoren“ – Verträge, IT-Infrastruktur, Prozesse – sind strukturell planbar. Der reale Projekterfolg hingegen wird an den vermeintlich „weichen Faktoren“ entschieden: Vertrauen, Unternehmenskultur und der gezielten Einbindung der betroffenen Menschen. Erfahrene Interim Manager bringen genau die operative Führungsstärke und situative Stabilität mit, die Sondersituationen dieser Art erfordern.
Angesichts der anhaltenden Transformationsdynamik und eines zunehmend volatilen Marktumfelds ist zu erwarten, dass Carve-outs in den kommenden Jahren erheblich an Relevanz gewinnen. Entscheidend wird sein, die menschliche und kulturelle Dimension von Beginn an als strategischen Faktor zu behandeln – nicht als nachgelagerte Größe.
Ein Dank gilt der DDIM (Dachgesellschaft Deutsches Interim Management e.V.) für die Organisation der Veranstaltung sowie den Panelisten für den offenen fachlichen Austausch.
Die neuen Ufer sind erreicht. XQI Interim Partner GmbH begleitet Unternehmen in komplexen Transformationssituationen – mit der Erfahrung, die entsteht, wenn man diesen Weg selbst gegangen ist.