Entscheidungsdruck vor Millionen-Transaktion
Ein namhafter deutscher Private Debt Fonds bereitete sich auf eine bedeutende Transaktion vor: die Bereitstellung von Kapital für eine Akquisition durch ein Private Equity Unternehmen. Die Deal-Struktur erforderte eine tiefgehende Risikobewertung. Im Rahmen der Commercial Due Diligence wurde eine dringende Fachexpertise im Bereich der Kunststoffspritztechnik benötigt, um den Wert des Zielunternehmens realistisch einzuschätzen.
Bewertung komplexer technischer Sicherheiten
Die zentrale Herausforderung bestand darin, den Kredit auf unkonventionelle Weise abzusichern. Der Fonds musste nicht nur das Risiko eines möglichen Kreditausfalls minimieren, sondern vor allem den tatsächlichen Verwertungswert des physischen Anlagevermögens – insbesondere des hochspezialisierten Maschinenparks für die Kunststoffspritztechnik – präzise bewerten. Dabei galt es, drei entscheidende Fragen zu klären: Wie ist der aktuelle Zustand und Wartungsstand der Maschinen? Welche alternativen Nutzungsszenarien – etwa auf Sekundärmärkten oder in anderen Industrien – wären im Falle einer Liquidation realistisch? Und welche konkreten Risiken birgt der Maschinenpark selbst sowie das damit verbundene technische Know-how für die Sicherheit des Deals?
Schnelle, gezielte Experten-Intervention
Um die engen Fristen der Due Diligence einzuhalten, wurde ein 3-Tage-Express-Projekt initiiert. Die Strategie basierte auf der sofortigen Bereitstellung eines hochspezialisierten Experten für die Kunststoffspritztechnik, der folgende Aufgaben vor Ort durchführen sollte: Eine physische Inspektion des gesamten Maschinenparks, inklusive Interviews mit dem technischen Management und den Wartungsteams sowie die Erstellung eines Verwertbarkeitsgutachtens, das den Markt für Gebrauchtmaschinen und alternative Anwendungen berücksichtigt.
Risikoprofil durch technische Analyse geschärft
Der ausgewählte Experte führte die Vor-Ort-Analyse innerhalb des knappen Zeitfensters durch und erarbeitete eine umfassende Bewertung des Maschinenparks. Dabei wurde jede einzelne Maschine detailliert klassifiziert – hinsichtlich Qualität, Alter und Verschleißgrad. Durch gezielte Interviews mit den Verantwortlichen deckte er zudem kritische, bisher unveröffentlichte Informationen auf, etwa anstehende Großwartungen oder technische Engpässe, die für die Bewertung entscheidend waren. Abschließend erstellte der Experte einen ausführlichen Bericht, der nicht nur den aktuellen Marktwert der Anlagen darlegte, sondern auch ihr Potenzial für alternative Einsatzbereiche analysierte – etwa in der Automobil-Zulieferindustrie oder Medizintechnik. Damit lieferte er eine solide Datengrundlage, die sowohl Risiken als auch Chancen transparent aufzeigte.