Wettbewerbsdruck und Komplexität
Ein führender Hersteller im Bereich erneuerbarer Energien sah sich mit einer multidimensionalen Krise konfrontiert: Hoher Preisdruck, explodierende Kosten durch gestörte Lieferketten und eine überbordende Vielfalt an Produktvarianten überlasteten die Entwicklungsabteilungen und gefährdeten die wirtschaftliche Stabilität. Zwar hatte der Vorstand bereits 2020 eine strategische Neuausrichtung beschlossen, doch fehlten klare Strukturen, Prozesse und Verantwortlichkeiten, um diese Vision umzusetzen.
Vier Hürden für den Wandel
Das Unternehmen stand vor vier entscheidenden Herausforderungen, die eine erfolgreiche Transformation erschwerten: Zunächst fehlte es an einer Produktstrategie mit klaren Prioritäten. Gleichzeitig war die Produktmanagement-Abteilung weder personell noch strukturell ausreichend aufgestellt, um die anstehenden Aufgaben zu bewältigen. Ein weiteres Problem bestand darin, dass das Produktmanagement von anderen Bereichen wie Entwicklung und Vertrieb akzeptiert werden musste. Zudem musste das Unternehmen parallel neue Produkte entwickeln, ohne die bestehenden Ressourcen weiter zu belasten.
Schritte zur Stabilität
Um die Situation zu bereinigen und das Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen, wurde ein mehrstufiger Transformationsplan entwickelt: Zunächst sollte eine unternehmensweite Produkt-Roadmap erstellt werden, um Transparenz und Klarheit zu schaffen. Ein zentraler Schritt war die Bereinigung des Produktportfolios, um nicht-strategische Produkte zu identifizieren und zu eliminieren, sodass Ressourcen für die wichtigsten Innovationen frei wurden. Gleichzeitig sollte ein standardisierter Inflow-Prozess eingeführt werden, um die Effizienz in der Produktentwicklung zu steigern und Engpässe zu vermeiden. Parallel wurde die neue Produktmanagement-Abteilung qualifiziert und personell gestärkt, um die anstehenden Aufgaben professionell zu bewältigen und die Akzeptanz im Unternehmen zu erhöhen.
Von der Strategie zur Markteinführung
Die Umsetzung der Strategie erfolgte zielgerichtet und mit klaren Ergebnissen: Die Produkt-Roadmap wurde nicht nur erarbeitet, sondern auch unternehmensweit kommuniziert, um alle Beteiligten auf ein gemeinsames Ziel auszurichten. Durch die konsequente Bereinigung des Produktportfolios wurden nicht-strategische Produkte gestrichen, was Kapazitäten für die Entwicklung innovativer Lösungen freisetzte. Die Einführung eines standardisierten Entwicklungsprozesses beschleunigte die Projektumsetzung und erhöhte die Planungssicherheit. Gleichzeitig wurde das neue Produktmanagement-Team aufgebaut und der Nachfolger intensiv gecoacht, um eine nahtlose Übergabe und langfristige Stabilität zu gewährleisten. Ein besonderer Erfolg war die Unterstützung bei der Markteinführung der neuen Produktserie.