Neuaufstellung der Governance-Funktionen
Eine international tätige Family Equity Holding stand vor einer strategischen Weichenstellung: Der Bereich Legal, Compliance, Risk & Governance sollte neu aufgestellt werden – mit Fokus auf die schrittweise Reduzierung der internen Revisionsabteilung und deren überwiegende Übertragung an einen externen Dienstleister. Um die Governance-Qualität während der Übergangsphase zu sichern, wurde eine erfahrene Interim-Leitung eingesetzt, die Expertise im Aufbau, Abbau und der Transformation von Revisionsorganisationen mitbrachte.
Struktureller Umbau und Revisionssicherheit
Die Transformation war mit mehreren kritischen Herausforderungen verbunden: Der Abbau interner Revisionskapazitäten durfte keine Prüf- oder Governance-Risiken erzeugen, während gleichzeitig regulatorisch notwendige Prüfprozesse aufrechterhalten werden mussten. Hinzu kam die Komplexität des Outsourcing-Modells mit einem globalen Dienstleister, das nahtlos in die übergeordnete Governance-Architektur integriert werden musste. Gleichzeitig galt es, organisatorische Stabilität zu wahren und personelle Unsicherheiten im Change-Prozess abzufedern.
Zielgerichtete Transformation
Für die systematische Neuorganisation wurden strategische Hebel definiert: Ein detaillierter Übergangs- und Abbauplan sicherte die schrittweise Übertragung der Konzernrevision an den externen Partner, während ein klares Outsourcing-Framework (inkl. Rollen, Verantwortlichkeiten und Service-Levels) die Grundlage für die Zusammenarbeit bildete. Ein risikoorientiertes Audit-Universum priorisierte die verbleibenden Prüfaktivitäten, und ein effizientes Schnittstellenmanagement zwischen Holding, Fachbereichen und Dienstleister sorgte für reibungslose Abläufe. Parallel wurde die regulatorische Compliance – insbesondere im Governance- und Risikoreporting – sichergestellt, während ein Kommunikations- und Change-Konzept interne Unsicherheiten minimierte.
Stabilisierung, Übergabe & Governance-Absicherung
Die Umsetzung folgte einem klaren Transformationspfad: In stufenweisen Schritten wurden Personal und Aufgaben an den externen Partner übertragen, begleitet von einem monatlichen Governance- und Audit-Steering, das Qualität und Risiken überwachte. Ein standardisiertes Prüfungs- und Reporting-Template harmonisierte die Prozesse mit dem Dienstleister, während ein kontinuierliches Kontroll- und Eskalationsmodell für Transparenz sorgte. Die Mitarbeitenden wurden durch gezieltes Change-Management begleitet, um einen reibungslosen Wissenstransfer und eine stabile Übergabe zu gewährleisten.