Lieferkrise, komplexe Produktanläufe treffen auf überforderte Organisation
Ein familiengeführter Automotive-Zulieferer mit zwei Werken und rund 600 Mitarbeitenden stand unter hohem operativem Druck: Lieferengpässe, erhebliche Rückstände und parallele Produktanläufe gefährdeten Kundenbeziehungen und Ergebnisqualität.
Der Vorstand mandatierte einen Interim COO, um Produktion, Logistik und Supply Chain zu stabilisieren, die OEM-Lieferfähigkeit wiederherzustellen und die Operations nachhaltig neu auszurichten.
Vom Firefighting zu belastbarer operativer Führung
Die Organisation arbeitete im Krisenmodus. Intransparente Mengen-, Kapazitäts- und Personalplanung, Engpässe und instabile Produktionssteuerung verhinderten vorausschauendes Handeln. Zugleich waren kritische Serienstarts ohne Personalaufbau abzusichern.
Gefordert waren rasch belastbare Fakten, Akzeptanz für den Veränderungskurs und die konsequente Auflösung der OEM-Eskalationen.
Stabilisieren, transparent steuern, nachhaltig verbessern
Eine integrierte Operations-Agenda verband Lieferstabilisierung mit struktureller Leistungssteigerung. KPI-Führung, flächendeckendes Shopfloor-Management und eine durchgängige Mengen-, Kapazitäts- und Personalplanung schufen eine gemeinsame Faktenbasis.
Die Produktionssteuerung wechselte vom Firefighting zu einer vorausschauenden Pull-Logik. OEE, TPM, Qualität und agiles Anlaufmanagement wurden als zentrale Hebel für Produktivität und Kapazität etabliert.
Führung in der Linie – Wirkung auf dem Shopfloor
Der Interim COO übernahm die Führung von rund 600 Mitarbeitenden, analysierte die Lage, priorisierte kritische Wertströme und setzte ein verbindliches Maßnahmenprogramm auf.
Eingeführt wurden ein durchgängiges KPI- und Shopfloor-System sowie transparente Mengen-, Kapazitäts- und Personalplanung. Organisation und Schlüsselpositionen wurden neu ausgerichtet, die Steuerung auf Pull und Lean umgestellt. Agiles Projektmanagement sicherte Serienstarts; OEE-, TPM- und Qualitätsinitiativen beseitigten Engpässe ohne Personalaufbau.
Klare Kommunikation, Präsenz in den Werken und konsequentes Tracking schufen Akzeptanz. Das Führungsteam trug die Neuausrichtung aktiv mit und verankerte sie nachhaltig.